Wie verhindere ich Schimmel hinter schweren Möbeln an Außenwänden?

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Wie verhindere ich Schimmel hinter schweren Möbeln an Außenwänden?

raumklima verbessern  schweren Möbeln an Außenwänden entsteht fast immer durch einen ungünstigen Feuchtehaushalt, der durch mangelnde Luftzirkulation und kalte Oberflächen begünstigt wird. Der entscheidende Faktor ist der Temperaturunterschied zwischen der warmen Raumluft und der kühlen Wand, wodurch dort Feuchtigkeit kondensiert, bevor sie überhaupt eine Chance hat, zu verdunsten. Um das zu verhindern, sollten Sie zunächst einen Abstand von mindestens fünf bis zehn Zentimetern zwischen der Möbelrückwand und der Wand einplanen, damit Luft strömen kann. Noch wirksamer ist es, schwere Schränke oder Regale gar nicht direkt an eine Außenwand zu stellen, sondern sie um einige Zentimeter abzurücken oder an einer Innenwand zu platzieren. Wenn das nicht möglich ist, können Sie eine einfache Dämmplatte, wie sie im Baumarkt erhältlich ist, hinter das Möbelstück an die Wand kleben; diese verhindert, dass die kalte Wand die Möbelrückwand herunterkühlt. Zusätzlich sollten Sie regelmäßig hinter die Möbel schauen, mindestens einmal im Quartal, und dabei auch die Rückwände auf feuchte Stellen oder erste dunkle Punkte kontrollieren, denn je früher Sie handeln, desto geringer ist der Aufwand.

Neben der räumlichen Trennung spielt das Verhalten im Raum eine zentrale Rolle, denn Sie können das Raumklima verbessern, indem Sie konsequent für einen Feuchtigkeitsausgleich sorgen. Lüften Sie mindestens zwei- bis dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern, auch im Winter, und vermeiden Sie dauerhaft gekippte Fenster, da diese die Wände auskühlen lassen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen die Türen zu angrenzenden Räumen schließen und die feuchte Luft direkt nach draußen abführen. Ein zuverlässiges Hygrometer an der Außenwand hilft Ihnen, den Wert im Blick zu behalten; dauerhaft über sechzig Prozent relative Luftfeuchtigkeit ist ein Warnsignal. Stellen Sie zudem keine luftundurchlässigen Rückwände, wie sie etwa bei manchen billigen Spanplattenmöbeln vorkommen, direkt an die Wand, sondern bevorzugen Sie Modelle mit offenen Fugen oder lassen Sie einzelne Türen oder Schubladen gelegentlich leicht geöffnet, damit auch im Inneren des Möbels ein Luftaustausch stattfinden kann. Sollten Sie bereits erste Anzeichen von Stockflecken bemerken, reiben Sie die Stelle mit einem trockenen Tuch ab und sorgen Sie sofort für mehr Zirkulation, etwa durch einen Ventilator, der für einige Stunden auf die betroffene Zone gerichtet wird, bevor Sie das Möbelstück wieder zurückschieben.



Um das Problem langfristig zu lösen, sollten Sie Ihr Heiz- und Lüftungsverhalten überdenken, denn nur so können Sie das Raumklima verbessern und die Wandoberflächentemperatur erhöhen. Heizen Sie alle Räume gleichmäßig, auch die wenig genutzten, und vermeiden Sie, dass die Raumtemperatur in der Nacht zu stark abfällt, da kalte Wände die Feuchtigkeit aus der Luft noch schneller binden. Wenn Sie morgens nach dem Aufstehen die Fenster öffnen, führen Sie die überschüssige Feuchte ab, die sich über Nacht angesammelt hat – das ist effektiver, als später am Tag lange zu lüften. Bei sehr kalten Außenwänden kann es helfen, die Heizkörper nicht direkt vor das Möbel zu stellen, sondern die Wärme durch eine freie Wandfläche gleichmäßig abstrahlen zu lassen; auch das trägt dazu bei, das Raumklima verbessern zu können, indem die Taupunkttemperatur unterschritten wird. Kontrollieren Sie zudem, ob die Wand hinter dem Möbel eventuell beschädigt ist, etwa durch Risse oder fehlende Fugen, und dichten Sie solche Stellen mit geeignetem Material ab, ohne dabei die Diffusionsfähigkeit der Wand vollständig zu blockieren. Mit diesen Maßnahmen, kombiniert mit regelmäßiger Kontrolle, halten Sie die Fläche hinter schweren Möbeln dauerhaft trocken und vermeiden nicht nur gesundheitliche Risiken, sondern auch unangenehme Gerüche und teure Sanierungen.